OE24: Schäuble: „Wir können von Muslimen lernen“

Ich zitiere mal aus dem Bericht: „Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht das Zusammenleben mit Muslimen in Deutschland als Chance für die Bundesrepublik. „Wir können von ihnen auch lernen“, sagte Schäuble am Donnerstag im Deutschlandfunk.“

Von ihnen lernen? Da frage ich mich doch als erstes, was wir von ihnen lernen können. Wie man Patriarchismus auslebt? Wie man solange kindgleich quängelt bis man bekommt was man verlangt? Wie man Aberglaube über staatliche Rechtssysteme stellt? Wie man sich bildungsresistent gibt und einem alten, sehr naiv gehaltenen Buch den Vorzug gegenüber Wissen aus dem 21. Jahrhundert gibt? Was genau meint er damit, dass wir von ihnen lernen können?

„Im Islam würden „sehr viele menschliche Werte sehr stark verwirklicht“.

Homophobie, Patriarchismus, Faktenleugnung, Mythenhörigkeit, das sind Werte, auf die ich gerne verzichten kann. Die Menschheit kann darauf verzichten.

Der liebe Herr Schäuble soll mir ein Land dieser Welt zeigen, seit Erfindung dieses Mythos, welches von einer Islamisierung profitiert hat. Bis dahin, kann ich ihm dutzende Staaten nennen, die am Islam intellektuell zugrunde gegangen sind und immer noch gehen. Ähnlich, wie der christliche Aberglaube die bereits hoch entwickelte Gesellschaft der Römer und Griechen weit zurückgeworfen hat, ist auch der Islam ein solcher Aberglaube, der heute das gleiche mit jenen anrichtet, welche diesen naiven Mythen zu viel Bedeutung beimessen.

Der Islam würde dieser Welt nicht fehlen. Er ist nur ein weiterer, spiritueller Aberglaube, geprägt vom Wissen und der Moral der damaligen Zeit und Kultur aus der er erwachsen ist. Lieber Herr Schäuble, heute lernt man nicht mehr aus altertümlichen Märchenbüchern.

Die Politik muss endlich aufhören, dieser Religion Welpenschutz zu geben und sie dorthin verfrachten, wo sie hingehört. In eine Bibliothek, zwischen Belletristik und Mythen.

Quelle: http://www.oe24.at/welt/Schaeuble-Wir-koennen-von-Muslimen-lernen/284896633

(Bildquelle: OE24)

Das Ende des Aberglaubens

Ich führte letzens eine Diskussion in welcher ich den Glauben eines Diskussionspartners als „Aberglaube“ bezeichnete. Wie ich denn darauf käme, dass sein Glaube an Gott ein Aberglaube wäre, wurde da gefragt. Ich bat also darum, mir die Unterschiede zwischen Glaube und Aberglaube aufzuzeigen.

Wie erwartet kamen keinerlei belastbare Argumente. Es ging eine ganze Weile so hin und her, ich weiß gar nicht mehr alle Argumente, aber ein paar möchte ich hier festhalten, sind sie doch ein gewisser Standard oder zumindest erheiternd.

* * *

Er: „Du wirst meinen Glauben nicht erschüttern können!“ – Ich: „Ob du dir Scheuklappen aufsetzt oder nicht, ist deine Sache. Bereits mit dieser ersten Aussage zeigst du deine Position. Fakten brauchen keinerlei solcher Abwehrreaktionen, nur unsichere Weltbilder rufen bereits vor einer Diskussion eine solche Reaktion hervor. Und am Ende dieser Diskussion wirst du verstehen, wieso du das Gegenteil von dem erreichst, was du erreichen möchtest. Du machst deine Position lediglich schlimmer.“ (Er meinte, wir werden ja sehen.)

Er: „Aberglaube ist so was wie auf Holz klopfen um nichts falsches hervor zu beschwören.“ – Ich: „Ach, also so wie ein Kreuz vor der Brust machen um Unheil abzuwehren?“

Er: „Du hast ganz sicher irgendwann schon einmal Gott angefleht, er möge dir helfen. Da wette ich!“ – Ich: „Langsam verstehe ich, wie du dir so sicher sein kannst, dass es Gott gibt. Du bestätigst es dir einfach selbst. Man nennt das den Confirmation Bias und er ist ein treuer Begleiter des Aberglaubens. Du schließt von deiner Position heraus direkt auf meine und denkst, nur weil du Gott anflehst muss das auch für mich gelten. Nein, ich habe noch nie irgend einen Gott angefleht. Oder hast du schon mal Superman um Hilfe gerufen?“

Er: „An Gott zu glauben ist doch nur logisch!“ – Ich: „Nicht an irgend einen Gott zu glauben ist doch nur logisch! Eigentlich müsstest du meine Aussage nun falsifizieren können, behaupte ich doch glatt das Gegenteil und du hast ja offenbar die Logik auf deiner Seite. Also…“ (Natürlich kam nichts.)

Er: „Aber Gott ist soviel mehr als Aberglaube!“ – Ich: „Wir sind wieder am Anfang, ich bitte um eine Aufzählung der Unterschiede, denn bisher hast du meine Aussage nur bestätigt da du keinerlei Unterschied aufzählen kannst. Wie ich dir vorher gesagt habe, du machst es nur schlimmer. Aber gerne auf zur zweiten Runde.“

Weg war er…

* * *

Natürlich ist dies nur ein Gedächnisprotokoll und ich habe einiges weggelassen, das Gespräch dauerte etwa eine dreiviertel Stunde. Ich spiele dieses Spiel nun schon eine ganze Weile und bisher konnte mir kein Gläubiger aufzeigen, was denn der ach so große Unterschied zwischen Glaube und Aberglaube ist.

Es gibt keinen, denn jedes Argument für die Existenz eines Gottes basiert auf rein subjektivem für wahr haben wollen. Es gibt keinerlei Hinweis auf die Existenz solcher Wesenheiten. Es gibt lediglich Personen, welche sich nicht mit der Geschichte, der Entstehung ihrer Religion, ihres Aberglaubens, auseinandersetzen. Ich möchte jetzt gar nicht auf all‘ die bekannten, historischen Fakten eingehen, welche Thora, Bibel, Koran und Co. längst als Mythenbücher entlarvt haben, davon gibt es genügend.

Für mich ist es jedenfalls immer wieder interessant zu erleben, dass Gläubige den ernsthaften Versuch machen, ihren Gottglaube vom Status eines Aberglaubens zu differenzieren und dass sie sich dabei jedes mal nur selbst belegen, dass sie es nicht schaffen. Vielleicht beginnt irgendwann bei irgendwem einmal ein kleines, längst eingerostetes Rädchen zu knacksen, bis der Rost der Verblendung abfällt, der Geist aufwacht und den Glaube an einen Gott oder mehrere Götter als das erkennt, was er ist: Aberglaube!

 

Die Arroganz des Menschen

Was bilden wir uns eigentlich ein? Was denken wir aufrecht gehenden Trockennasenaffen eigentlich, wer wir sind?

Quallen leben seit Millionen Jahren beinahe unverändert, ebenso Krokodile oder Schwämme. Es gibt heute Bäume, deren Wurzeln ausgeschlagen haben, als wir den Buchdruck noch nicht erfunden hatten. Es gibt Schwämme, die eine Fläche von mehreren Quadratkilometern Fläche einnehmen, der größte, bekannte Schwamm nimmt 7 Quadratkilometer ein. Skorpione können radioaktive Strahlung überleben, aber in dieser Disziplin ist er nicht der einzige, auch Kakerlaken sollen darin sehr gut sein. Bärtierchen kann man in siedendes Wasser werfen, sie komplett austrocknen oder dem Vakuum des Weltraums aussetzen, etwas Feuchtigkeit und es läuft wieder weiter. Geparde laufen bis zu 80km/h schnell, Elefanten hören das tiefe Brummen von Elefantenherden aus 600km Entfernung, Wale hören die Gesänge ihrer Gefährten gleich um den halben Globus herum. Es gibt einen Aal, der einen Fingerhut voll Rosenöl riecht, wenn man ihn ins Wasser kippt. Wohlgemerkt ein Wasser das der 32-fachen Menge des Bodensees entspricht. Ach ja, und der Aal schwimmt am gegenüberliegenden Ufer. Schlangen erkennen Temperaturunterschiede, die unsere Augen in Farben nicht unterscheiden können. Maulwürfe spüren das Graben von Regenwürmern in 50cm Entfernung. Die Liste an Beispielen, in welchen uns Tiere in jeder beliebigen Disziplin überlegen sind, lässt sich beliebig fortsetzen.

Es gibt nur eine einzige Disziplin, in der wohl der Mensch unschlagbar zu sein scheint: Seine Fantasie.

Leider ist seine Fantasie auch mit einer Arroganz gepaart, die ebenso ihresgleichen sucht. Aus einem mir unbekannten Grund denkt der Mensch, er muss etwas besonderes sein. Er denkt in seinem Wahn, dass er so besonders sein muss, dass dieses Universum, in welchem wir nicht einmal unbedeutend sind, sogar für uns existiert! Und dass wir im Mittelpunkt davon seien. Ein Mittelpunkt, den es, wie wir heute wissen, gar nicht gibt. Der Mensch hält sich selbst für so bedeutend, dass er sogar denkt, sein Bewusstsein sei für das Universum erhaltenswert. Deswegen hat er das Konzept der Seele erfunden. Ein Konstrukt, welches die Angst vor dem Tod nehmen soll. In Wirklichkeit aber, reduziert eine unsterbliche Seele den Wert des irdischen Lebens auf Null. Maximal kann es eine Strafe sein, zu warten, bis man endlich diesen lästigen Körper los ist und in Ewigkeit als etwas ohne materieller Form und Struktur existiert – ein für mich abstoßender Gedanke. Ein kindlich-naiver Gedanke aus dem die Angst vor der eigenen Vergänglichkeit laut herausschreit.

Die Krönung dieser Arroganz ist aber der Aberglaube, es gäbe einen uns liebenden Gott, der Allmächtig und Allwissend ist, aber dennoch ein ganzes Universum erschafft, in welchem Wesen eine Geschichte erleben, die er bereits kennt, jederzeit reproduzieren kann  und die er damit maximal als langweilig empfinden kann.

Ich sage immer so: Wäre Gott so dumm wie ihn sich die Menschen ausdenken, er hätte dieses Universum ohnehin nicht zustande gebracht.

Dabei ist es so simpel: Der Mensch ist nur ein Produkt der Evolution, Umweltbedingungen und darin vorhandenen Möglichkeiten geschuldet. Er ist nichts weiter als eine Laune der Natur. Und wenn man sich das bewusst macht, dann plötzlich steht man der Schönheit der Natur, der Weite des Universums und der Unmöglichkeit das alles zu verstehen sehr viel entspannter gegenüber. Und vor allem, hat dieses Leben einen Wert!

Einen Wert, den ich mir durch keinen Aberglauben nehmen lasse!

Nicht haltbare Thesen – Die Seele

Die Seele, jener unsterbliche Teil von uns der nach unserem irdischen Ableben in alle Ewigkeit fortbesteht… wo und wie auch immer. Hach, ein schöner Gedanke, oder? Aus meiner naturalistisch geprägten Sicht ist es ein naiver Gedanke, ein antikes Weltbild das vor Unwissen nur so strotzt. Und antike Weltbilder sollten irgendwann einmal fallen. Die 4-Elemente-Leere von Thales konnte sich auch sehr lange halten, länger als es die moderne Chemie schon gibt, aber dennoch, irgendwann konnte auch dieses Weltbild den neuen Erkenntnissen nicht mehr standhalten und musste diesen weichen. Es ist an der Zeit, dass auch das Weltbild der Seele diesen neuen Erkenntnissen weicht.

Auf die Frage hin, wann die Seele denn entsteht, erhält man unterschiedliche Antworten, aber der Zeitpunkt des Todes wird niemals genannt. Immer schon besitzt der Mensch bereits zu Lebzeiten eine Seele. Wofür, das kann ebenfalls nicht im gemeinsamen Konsens beantwortet werden. Und selbst wenn eine spezifische Antwort kommt, so kann man davon ausgehen, dass diese aufgrund neurologischer Forschung bereits als Funktion des Gehirns nachgewiesen ist.

Dieses Spezifische will ich umgehen, zu mannigfaltig ist die Zahl der Postulate die es zu widerlegen gäbe. Daher gehe ich gleich einen Schritt in Richtung Quinta Essentia und beschränke die Seele auf ihr Sein selbst. Denn es ist zunächst nicht essentiell, welche Funktionen des menschlichen Seins die Seele übernimmt, sondern wie sie dies macht! Mit der Beantwortung dieser Frage klärt sich möglicherweise der Rest.

Somit stelle ich folgende Frage: Woraus besteht die Seele und wie wechselwirkt sie mit unserem Gehirn?

Es gibt nach allen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zwei grundlegende Strukturen im Universum, auf denen alles beruht. Diese sind Energie und Materie. Beide stehen nach Einsteins berühmter Formel E=mc² in einem direkten Verhältnis, ja, scheinen letztlich sogar eins zu sein. Alles das ist, von den größten stellaren Objekten wie Wolf-Rayet-Sterne bis hin zu den Atomen besteht alles aus Materie. Ohne Ausnahme. Energie ist in Materie als Potential gebunden oder verrichtet in Form einer Kraft ihre Arbeit. So die klassische Physik.

Doch die letzten 100 Jahre haben dem Menschen ein neues Werkzeug erkennen lassen. Ein Werkzeug, welches die Welt im allerkleinsten beschreiben kann. Ein Werkzeug, welches Vorgänge wie Lichtbeugung und Magnetismus in seinem Wirken selbst beschreiben und erklären kann. Ein Werkzeug so fein, dass ein Skalpell dagegen wie ein Schlachtmesser wirkt. Ein Werkzeug, welches ich hier als Hammer verwende. Als Hammer, der die These „Seele“ zerschlagen kann. Die Quantenphysik!

Dazu muss auf ein paar Begriffe ein wenig Aufmerksamkeit gerichtet werden. Begriffe, deren Aussage ein Axiom darstellen. Wir reden hier nicht von starken Überzeugungen oder allgemein akzeptierten Annahmen. Wir sprechen hier von Dingen die so unbezweifelbar wirken wie die Gravitation!

Das Energieerhaltungsprinzip: Grundsätzlich gilt, dass die Energie in einem geschlossenen System weder vergrößert noch verkleinert werden kann. Sie kann lediglich in andere Energieformen umgewandelt werden. Also sei festgehalten: Kennt man die Gesamtsumme der vorhandenen Energie, so kennt man die Summe aller Teilmengen zu differenzierender Energieformen.

Die Wechselwirkungen (Energie): Die klassische Physik beschreibt das Wirken von Energie durch Felder die zwischen materiellen Objekten (Massen) bestehen und wie Gummibänder dort ihre Arbeit verrichten. Doch die Quantenphysik hat diesbezüglich neue, korrektere Modelle. Kräfte (Energie) werden durch Elementarteilchen vermittelt, den sogenannten Bosonen. Bosonen haben eine besondere Eigenschaft, sie erheben keinen Anspruch auf Individualität. Sie lassen sich beliebig stapeln. Und sie sind auch nicht unterscheidbar. Tauschte man zwei Bosonen gleicher Eigenschaften (Frequenz, Spin, Impuls), so würde dies nicht auffallen. Also sei festgehalten: Kräfte zwischen Massen werden durch Teilchen gemeinsamer Eigenschaften, sogenannten Bosonen, vermittelt.

Materie: Materie besteht ebenfalls aus Elementarteilchen gemeinsamer Eigenschaften, den Fermionen. Fermionen teilen ihren Platz nicht mit anderen Fermionen, sondern behalten sich einen individuellen Aufenthaltsort vor. Sie sind nicht stapelbar, es gibt je Ort also nur ein Fermion. Immer! Also sei festgehalten: Materie wird durch Teilchen gleicher Eigenschaften, sogenannten Fermionen, gebildet.

Aber nun zum ersten Teil der Frage: Woraus besteht die Seele? Hierauf erhalte ich generell die Antwort: „Aus reiner Energie!“

Gut, dazu gleich. Die Antwort, sie bestünde aus Materie ist sehr selten aber derart schnell widerlegt dass ich dies vorziehen möchte.

Seele aus Materie? Nein! Denn bestünde die Seele aus Materie, so hätte man sie bereits aufgespürt. Man kann sich nicht vorstellen, wie genau unser Gehirn schon durchleuchtet ist. Dabei geht es nicht um die exakte Kenntnis aller einzelnen Synapsen in ihrer spezifischen Funktion sondern generell um etwas das da ist, aber nicht Gehirnmasse ist, sondern etwas das sich beim Tod daraus löst und, wie auch immer und wohin, „entfleucht“. Nun, da ist nichts. Und auch wenn es unbemerkt entweicht, quo vadis, Masse? Im Umkreis von 13,798 Milliarden Lichtjahren ist keine Himmelspforte erkennbar. Und auch hat noch kein Weltraumteleskop ein Materiehäufchen davonhuschen sehen, das aus einem menschlichen Gehirn stammt und die Reise ins Paradies antritt. Und bitte, diese Teleskope könnten mit spielender Leichtigkeit euren Einkaufszettel ablichten (wenn auch nicht in lesbarer Qualität, wie gerne behauptet wird), wenn sie auf diesen gerichtet wären. Und auf unserem Planeten selber? Nun, auch da hat man die Himmelspforte und die dort anstehenden Massen der Seelen, immerhin sterben in etwa 3 Menschen jede Sekunde, noch nicht gefunden. Und wir bohren tief! Ich denke, wir können es dabei belassen und eine Seele aus Materie als nicht möglich einstufen.

Aber wie sieht es mit einer Seele aus reiner Energie aus? Nun, noch schlechter als bei Materie. Warum, das erkennt man wenn man die Welt nicht mit den groben Sehwerkzeugen betrachtet die dem Mensch gegeben sind, sondern mit dem oben genannten Hammer der Quantenphysik. Man erinnert sich? Energie liegt entweder in gebundener Form als Potential oder als Wechselwirkung in Form von Bosonen vor. Als Potential? Nun, dann bleibt die Seele an die Materie gebunden und wird mit ihr vergehen. Frei in Form von Wechselwirkung? Also als bosonisches System? Das wäre die Lösung. Die einzige! Ja, klar. Wenn man stirbt, löst sich die bis dahin gebundene Energie der Seele und… zerstrahlt. Ja, korrekt. Energie als Wechselwirkung ist bestrebt sich mit der maximal möglichen Geschwindigkeit auszubreiten. In alle Richtungen. Energie kann keine festen Strukturen ausformen. Wie auch, sind Bosonen ja beliebig übereinander stapelbar. Ja, genau das ist der Grund, weshalb sich Funkwellen durchdringen oder zwei Taschenlampenstrahlen sich nicht aneinander stören. Die Teilchen des Lichts, ebenfalls Bosonen, genauer Photonen, lassen sich beliebig überlagern und bilden eine Gesamtenergie ohne Anspruch auf Individualität. Eine Seele aus Energie hätte keine Struktur, sie könnte die komplexen Strukturen aus denen der gesamte Geist eines Menschen zusammengesetzt ist nicht halten. Weder blieben sie in einer Form gebunden noch an einem Ort. Lichtteilchen zum Beispiel bewegen sich mit, nun ja, Lichtgeschwindigkeit. Die Seele würde schneller zerstrahlen als sie den Gedanken „Ewiges Leben“ formen könnte.

Somit kann man zusammenfassen: Die Seele kann weder aus Materie noch aus Energie bestehen. Beides ist falsifizierbar.

Nun kann noch ein letzter Versuch erbracht werden, die These zu retten. „Die Seele besteht aus einem uns unbekannten Stoff!“ Gut, auch das ist falsifizierbar.

Aufgrund des Energieerhaltungsprinzips können wir sicher sein, dass nichts einfach so dazukommt oder, was für die Seele noch wichtiger ist, verschwindet! Wohin auch? Also, sie ist keine Materie, keine Energie, was dann? So ein Zwischending? Wie entsteht es? Kernspaltung oder Kernfusion? Dann wäre der Tod ein Bombenereignis! Sonstige Zerfallsprozesse? Strahlungsintensiv und leicht messbar, nein. Es ist wie es ist. Wechselwirkt es, ist es nachweisbar. Wenn nicht direkt, dann indirekt. Wechselwirkt es nicht, ist es irrelevant für die Wirklichkeit, in welcher sich übrigens auch unser Gehirn befindet. Und, ihr erratet es nicht, da ist keine Wechselwirkung außer jenen die wir kennen.

Also, wenn es eine Stofflichkeit gibt, die wir nicht messen können liegt es daran dass sie nicht wechselwirkt. Somit kann sie nicht auf die materielle oder energetische Struktur unseres Gehirnes zugreifen und ist somit unüberwindbar davon getrennt.

Was bleibt noch zu sagen?

Die These der Seele stand schon zu Zeiten von Immanuel Kant auf wackeligen Beinen, doch dem Hammer der Quantenphysik erliegt sie endgültig. Da ist keine Seele, weder aus Materie noch aus Energie. Und wenn aus etwas anderem, kann sie nicht in unsere Wirklichkeit einwirken.

Genießt das Leben das ihr habt! Und legt diese antike Idee seelenruhig, pardon, getrost zu den Akten.