Was lese ich da als Überschrift?

„KI-Gott zum Anbeten: Ex-Google-Mitarbeiter gründet Religion“

Ich schrieb früher in Diskussionen mit Gläubigen oft diesen Satz: „Es gibt keinen Gott, es hat nie einen gegeben und wenn es jemals einen geben sollte, wird der Mensch ihn erschaffen.“ Ich dachte nicht, dass ich es noch erleben würde.

Quelle: https://futurezone.at/digital-life/ki-gott-zum-anbeten-ex-google-mitarbeiter-gruendet-religion/289.327.830

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Atheismus soll eine Herausforderung sein? Mimimi…

Wie wäre es mal mit erwachsen werden? Atheismus ist keine Herausforderung sondern einfach nur das Ergebnis rationalen Denkens. Sobald man kindliches Wunschdenken abgelegt hat, ist Atheismus die logische Folge daraus. Es wird noch ein paar Jahre dauern, aber Religionen sind ein Auslaufmodell, ein kindliches Wunschdenken, das einfache aber falsche Antworten liefert. Das Problem sind eher Erwachsene, die im 21. Jahrhundert noch an solchen antiken und von Unwissen getränkten Weltbildern festhalten wollen. Alleine, dass Atheismus hier als Problem dargestellt wird zeigt, wessen geistiges Kind dieser Politiker zu sein scheint. Mit diesem Denken behindert man die Menschheit dabei, intellektuell erwachsen zu werden und das Denken der Vorväter endlich abzulegen. Die Welt hat keine Götter, nur das Wunschdenken mancher Menschen hält krampfhaft daran fest.

Quelle (Beitragsbild und Thema): https://www.domradio.de/themen/kirche-und-politik/2017-08-24/cdu-abgeordneter-atheismus-ist-groessere-herausforderung

OE24: Schäuble: „Wir können von Muslimen lernen“

Ich zitiere mal aus dem Bericht: „Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht das Zusammenleben mit Muslimen in Deutschland als Chance für die Bundesrepublik. „Wir können von ihnen auch lernen“, sagte Schäuble am Donnerstag im Deutschlandfunk.“

Von ihnen lernen? Da frage ich mich doch als erstes, was wir von ihnen lernen können. Wie man Patriarchismus auslebt? Wie man solange kindgleich quängelt bis man bekommt was man verlangt? Wie man Aberglaube über staatliche Rechtssysteme stellt? Wie man sich bildungsresistent gibt und einem alten, sehr naiv gehaltenen Buch den Vorzug gegenüber Wissen aus dem 21. Jahrhundert gibt? Was genau meint er damit, dass wir von ihnen lernen können?

„Im Islam würden „sehr viele menschliche Werte sehr stark verwirklicht“.

Homophobie, Patriarchismus, Faktenleugnung, Mythenhörigkeit, das sind Werte, auf die ich gerne verzichten kann. Die Menschheit kann darauf verzichten.

Der liebe Herr Schäuble soll mir ein Land dieser Welt zeigen, seit Erfindung dieses Mythos, welches von einer Islamisierung profitiert hat. Bis dahin, kann ich ihm dutzende Staaten nennen, die am Islam intellektuell zugrunde gegangen sind und immer noch gehen. Ähnlich, wie der christliche Aberglaube die bereits hoch entwickelte Gesellschaft der Römer und Griechen weit zurückgeworfen hat, ist auch der Islam ein solcher Aberglaube, der heute das gleiche mit jenen anrichtet, welche diesen naiven Mythen zu viel Bedeutung beimessen.

Der Islam würde dieser Welt nicht fehlen. Er ist nur ein weiterer, spiritueller Aberglaube, geprägt vom Wissen und der Moral der damaligen Zeit und Kultur aus der er erwachsen ist. Lieber Herr Schäuble, heute lernt man nicht mehr aus altertümlichen Märchenbüchern.

Die Politik muss endlich aufhören, dieser Religion Welpenschutz zu geben und sie dorthin verfrachten, wo sie hingehört. In eine Bibliothek, zwischen Belletristik und Mythen.

Quelle: http://www.oe24.at/welt/Schaeuble-Wir-koennen-von-Muslimen-lernen/284896633

(Bildquelle: OE24)

Das Ende des Aberglaubens

Ich führte letzens eine Diskussion in welcher ich den Glauben eines Diskussionspartners als „Aberglaube“ bezeichnete. Wie ich denn darauf käme, dass sein Glaube an Gott ein Aberglaube wäre, wurde da gefragt. Ich bat also darum, mir die Unterschiede zwischen Glaube und Aberglaube aufzuzeigen.

Wie erwartet kamen keinerlei belastbare Argumente. Es ging eine ganze Weile so hin und her, ich weiß gar nicht mehr alle Argumente, aber ein paar möchte ich hier festhalten, sind sie doch ein gewisser Standard oder zumindest erheiternd.

* * *

Er: „Du wirst meinen Glauben nicht erschüttern können!“ – Ich: „Ob du dir Scheuklappen aufsetzt oder nicht, ist deine Sache. Bereits mit dieser ersten Aussage zeigst du deine Position. Fakten brauchen keinerlei solcher Abwehrreaktionen, nur unsichere Weltbilder rufen bereits vor einer Diskussion eine solche Reaktion hervor. Und am Ende dieser Diskussion wirst du verstehen, wieso du das Gegenteil von dem erreichst, was du erreichen möchtest. Du machst deine Position lediglich schlimmer.“ (Er meinte, wir werden ja sehen.)

Er: „Aberglaube ist so was wie auf Holz klopfen um nichts falsches hervor zu beschwören.“ – Ich: „Ach, also so wie ein Kreuz vor der Brust machen um Unheil abzuwehren?“

Er: „Du hast ganz sicher irgendwann schon einmal Gott angefleht, er möge dir helfen. Da wette ich!“ – Ich: „Langsam verstehe ich, wie du dir so sicher sein kannst, dass es Gott gibt. Du bestätigst es dir einfach selbst. Man nennt das den Confirmation Bias und er ist ein treuer Begleiter des Aberglaubens. Du schließt von deiner Position heraus direkt auf meine und denkst, nur weil du Gott anflehst muss das auch für mich gelten. Nein, ich habe noch nie irgend einen Gott angefleht. Oder hast du schon mal Superman um Hilfe gerufen?“

Er: „An Gott zu glauben ist doch nur logisch!“ – Ich: „Nicht an irgend einen Gott zu glauben ist doch nur logisch! Eigentlich müsstest du meine Aussage nun falsifizieren können, behaupte ich doch glatt das Gegenteil und du hast ja offenbar die Logik auf deiner Seite. Also…“ (Natürlich kam nichts.)

Er: „Aber Gott ist soviel mehr als Aberglaube!“ – Ich: „Wir sind wieder am Anfang, ich bitte um eine Aufzählung der Unterschiede, denn bisher hast du meine Aussage nur bestätigt da du keinerlei Unterschied aufzählen kannst. Wie ich dir vorher gesagt habe, du machst es nur schlimmer. Aber gerne auf zur zweiten Runde.“

Weg war er…

* * *

Natürlich ist dies nur ein Gedächnisprotokoll und ich habe einiges weggelassen, das Gespräch dauerte etwa eine dreiviertel Stunde. Ich spiele dieses Spiel nun schon eine ganze Weile und bisher konnte mir kein Gläubiger aufzeigen, was denn der ach so große Unterschied zwischen Glaube und Aberglaube ist.

Es gibt keinen, denn jedes Argument für die Existenz eines Gottes basiert auf rein subjektivem für wahr haben wollen. Es gibt keinerlei Hinweis auf die Existenz solcher Wesenheiten. Es gibt lediglich Personen, welche sich nicht mit der Geschichte, der Entstehung ihrer Religion, ihres Aberglaubens, auseinandersetzen. Ich möchte jetzt gar nicht auf all‘ die bekannten, historischen Fakten eingehen, welche Thora, Bibel, Koran und Co. längst als Mythenbücher entlarvt haben, davon gibt es genügend.

Für mich ist es jedenfalls immer wieder interessant zu erleben, dass Gläubige den ernsthaften Versuch machen, ihren Gottglaube vom Status eines Aberglaubens zu differenzieren und dass sie sich dabei jedes mal nur selbst belegen, dass sie es nicht schaffen. Vielleicht beginnt irgendwann bei irgendwem einmal ein kleines, längst eingerostetes Rädchen zu knacksen, bis der Rost der Verblendung abfällt, der Geist aufwacht und den Glaube an einen Gott oder mehrere Götter als das erkennt, was er ist: Aberglaube!

 

Die Arroganz des Menschen

Was bilden wir uns eigentlich ein? Was denken wir aufrecht gehenden Trockennasenaffen eigentlich, wer wir sind?

Quallen leben seit Millionen Jahren beinahe unverändert, ebenso Krokodile oder Schwämme. Es gibt heute Bäume, deren Wurzeln ausgeschlagen haben, als wir den Buchdruck noch nicht erfunden hatten. Es gibt Schwämme, die eine Fläche von mehreren Quadratkilometern Fläche einnehmen, der größte, bekannte Schwamm nimmt 7 Quadratkilometer ein. Skorpione können radioaktive Strahlung überleben, aber in dieser Disziplin ist er nicht der einzige, auch Kakerlaken sollen darin sehr gut sein. Bärtierchen kann man in siedendes Wasser werfen, sie komplett austrocknen oder dem Vakuum des Weltraums aussetzen, etwas Feuchtigkeit und es läuft wieder weiter. Geparde laufen bis zu 80km/h schnell, Elefanten hören das tiefe Brummen von Elefantenherden aus 600km Entfernung, Wale hören die Gesänge ihrer Gefährten gleich um den halben Globus herum. Es gibt einen Aal, der einen Fingerhut voll Rosenöl riecht, wenn man ihn ins Wasser kippt. Wohlgemerkt ein Wasser das der 32-fachen Menge des Bodensees entspricht. Ach ja, und der Aal schwimmt am gegenüberliegenden Ufer. Schlangen erkennen Temperaturunterschiede, die unsere Augen in Farben nicht unterscheiden können. Maulwürfe spüren das Graben von Regenwürmern in 50cm Entfernung. Die Liste an Beispielen, in welchen uns Tiere in jeder beliebigen Disziplin überlegen sind, lässt sich beliebig fortsetzen.

Es gibt nur eine einzige Disziplin, in der wohl der Mensch unschlagbar zu sein scheint: Seine Fantasie.

Leider ist seine Fantasie auch mit einer Arroganz gepaart, die ebenso ihresgleichen sucht. Aus einem mir unbekannten Grund denkt der Mensch, er muss etwas besonderes sein. Er denkt in seinem Wahn, dass er so besonders sein muss, dass dieses Universum, in welchem wir nicht einmal unbedeutend sind, sogar für uns existiert! Und dass wir im Mittelpunkt davon seien. Ein Mittelpunkt, den es, wie wir heute wissen, gar nicht gibt. Der Mensch hält sich selbst für so bedeutend, dass er sogar denkt, sein Bewusstsein sei für das Universum erhaltenswert. Deswegen hat er das Konzept der Seele erfunden. Ein Konstrukt, welches die Angst vor dem Tod nehmen soll. In Wirklichkeit aber, reduziert eine unsterbliche Seele den Wert des irdischen Lebens auf Null. Maximal kann es eine Strafe sein, zu warten, bis man endlich diesen lästigen Körper los ist und in Ewigkeit als etwas ohne materieller Form und Struktur existiert – ein für mich abstoßender Gedanke. Ein kindlich-naiver Gedanke aus dem die Angst vor der eigenen Vergänglichkeit laut herausschreit.

Die Krönung dieser Arroganz ist aber der Aberglaube, es gäbe einen uns liebenden Gott, der Allmächtig und Allwissend ist, aber dennoch ein ganzes Universum erschafft, in welchem Wesen eine Geschichte erleben, die er bereits kennt, jederzeit reproduzieren kann  und die er damit maximal als langweilig empfinden kann.

Ich sage immer so: Wäre Gott so dumm wie ihn sich die Menschen ausdenken, er hätte dieses Universum ohnehin nicht zustande gebracht.

Dabei ist es so simpel: Der Mensch ist nur ein Produkt der Evolution, Umweltbedingungen und darin vorhandenen Möglichkeiten geschuldet. Er ist nichts weiter als eine Laune der Natur. Und wenn man sich das bewusst macht, dann plötzlich steht man der Schönheit der Natur, der Weite des Universums und der Unmöglichkeit das alles zu verstehen sehr viel entspannter gegenüber. Und vor allem, hat dieses Leben einen Wert!

Einen Wert, den ich mir durch keinen Aberglauben nehmen lasse!